SONGS UND SKULPTUREN
in der siebten folge der WERKSTATT WOHNZIMMER begegnen der bremer/oldenburger musiker CHRISTIAN FRERICHS und der oldenburger bildende künstler HOLGER HADRICH einander.
zwei künstler, von denen ich glaube, dass sie in exemplarischer
weise die kraft und realität ihres ganzen seins in die waagschale ihres
schaffens werfen. auf diese begegnung ich sehr gespannt, da mir beide
ausgerechnet aus leidenschaftlich geführten diskussionen im vollkommen
körperlosen raum elektronischer netzwerke bekannt sind - die kraft und bedeutung ihrer arbeiten habe ich bislang nur aus diesem feinstofflichen netz der drachenkraft erahnen können. aus meiner perspektive ist daher mit dieser WERKSTATT WOHNZIMMER auch ein spezielles vorhaben verbunden: nämlich die realität - oder irrealtität? - des virtuellen raums in die greifbare wirklichkeit hinüberzu…retten.
CHRISTIAN FRERICHS - auch bekannt unter dem namen DER TUNNEL - ist
mit seinen songs, seinen songwriting workshops und als theatermusiker
beim impro-theater WAT IHR WOLLT bereits vielfach
in oldenburg in erscheinung getreten. seine lieder sprechen in
radikaler poetischer und unsinns, der dem
menschlichen leben innewohnt sowie von der kraft, die in dieser
erkenntnis liegt. christian frerichs gelingt es mit eleganter geste und
urwüchsigem künstlerischem impetus, sein publikum mit dieser
herauszuforderung zu konfrontieren und zugleich mit exzellenter
akustischer rockmusik zu erfreuen: wir werden das an diesem abend
hautnah erleben.musikalischer sprache von abgründen des daseins
und von der sinnsuche, besser: der erkenntnis des unsinns, der dem menschlichen leben innewohnt sowie von der kraft, die in dieser erkenntnis liegt. christian frerichs gelingt es mit eleganter geste und urwüchsigem künstlerischem impetus, sein publikum mit dieser herauszuforderung zu konfrontieren und zugleich mit exzellenter akustischer rockmusik zu erfreuen.
HOLGER HADRICH begibt sich mit seinen skulpturen, die er aus stahldraht,
pappe, papier und anderen materialien entstehen lässt, in eine
offene welt des raumes und seiner rhythmen. seine sprache ist die
der platonischen körper und ihrer unzähligen modifikationen und
permutationen. die schwerelose abstraktion des reinen geometrischen
gedankenbildes trifft
in seiner arbeit auf die dynamik, das gewicht, den klang - mit einem
wort: die irdischen eigenschaften seiner werkstoffe. holger hadrich
agiert in diesem spannungsfeld zwischen idee und wirklichkeit als
schaffender, der in jahrzenhtelanger erfahrung eine ganz eigene
arbeitschoreographie erfunden hat, die es ihm ermöglicht, unfassbare
raumphilosophien in die materie zu projizieren. wir haben das glück, ihn
kennenzulernen. der prozess, der zugrundeliegende tanz der gedanken wie
auch der eigentlichen entwicklung der figuren stehen im mittelpunkt
seines vortrags.bitte nehmt diese vielen worte leicht, wie einen windstoß im november und freut Euch mit mir auf dieses abenteuer. ein abenteuer ist es auch im sinne der cultura diffusa, der weitläufigen, verbreiteten kultur, die der italienische künstler pier paolo pasolini fordert, dessen leben und wirken wir in der WERKSTATT WOHNZIMMER EXTRA am 1. november gefeiert und erarbeitet haben - zunächst sporadisch in einem symposion mikron, in denen arbeiten - gedankliche, konkrete künstlerische, assoziative - zu einem thema gegenseitig vorgestellt werden und das thema gemeinsam, eher intuitiv als kognitiv, reflektiert wird.
Ein besonderes Dankeschön - an die Christengemeinschaft Oldenburg, Verein Jugendkulturarbeit Oldenburg und das Künstlerduo Britta und Manuel Hoge aus Hannover für die Unterstützung mit technischem Equipment!
