Freitag, 13. Oktober 2017

WERKSTATT WOHNZMMER ELF: Wolfgang Aurose und Zico, Oudeh & Guevara

der in den usa lebende publizist, historiker und anthropologe wolfgang aurose
ist in der kommenden WERKSTATT WOHNZIMMER am mittwoch den 25.oktober zu gast.

WOLFGANG AUROSE* hat interessante und womöglich wichtige perspektiven zu den brisanten fragen um nationale und kulturelle identitäten und deren transformation, öffnung, versöhnung entwickelt, wobei die aufarbeitung kollektiver schatten aus früheren historischen und gesellschaftlichen situationen eine bsondere rolle spielt. 

seine sichtweise ist allgemein zu verstehen als ein systemischer und ganzheitlicher blick auf die globalisierte welt und das mit- und gegeneinander der nationen, kulturen und religionen - gerade für die verschiedenen diesbezüglichen diskussionsstränge in deutschland scheint sie aber in ganz besonderer weise relevant.


an dem abend sind ergänzend zum vortrag und gespräch mit aurose musikalische beiträge mit den drei syrischen palästinensern ZICO OUDEH & GUEAVARA vorgesehen, die seit ungefähr zwei jahren fluchtbedingt in oldenburg leben.

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* wolfgang aurose hat im indischen gemeinschaftsprojekt auroville gelebt und gearbeitet und seinen indisch inspirierten blickwinkel mit der in den usa entwickelten integralen weltanschauung in verbindung gebracht.

WERKSTATT WOHNZIMMER ZEHN : Im Wahnsinn liegt ein Schatz

mit Michael Geiger aus Oldenburg, Vortrag und Workshop und Ronen A. Temerson und NN, Musik
am Freitag, den 22. September 2017 um 19.30 Uhr

„Seit geraumer Zeit schreibe ich meine Träume auf. Vor einigen Wochen klingelte mitten in einem meiner Träume das Telefon. Die Verbindung war sehr schlecht und voller Rauschen. Der Anrufer musste seine Nachricht dreimal wiederholen bis ich sie verstanden habe: "Du sollst anfangen über Deine Philosophie zu sprechen!“


 
Tatsächlich experimentiere ich ja seit vielen Jahren dazu, wie man in der Welt handeln kann, um sie zum besseren zu verändern und mache mir Gedanken darüber. An diesem Abend möchte ich eine Komponente "meiner Philosophie" vorstellen: In den letzten drei Jahren habe ich sehr intensiv einen Psychotherapeuten gelesen. Er hat aus der Erfahrung seines Lebens heraus ein sehr einfaches Modell menschlichen Wahnsinns entworfen.
Dieses Modell scheint mir sehr weit anwendbar - gerade auch auf die normalen, alltäglichen Situationen gesellschaftlichen Irrsinns. Es eignet sich, um Wahn- und Irrsinn zu erkennen und zeigt eine Zielrichtung möglicher Entwicklung daraus. Soweit das in rund zwei Stunden möglich ist, möchte ich Euch dieses Modell an diesem Abend theoretisch und mit einer Übung anhand von Konflikten näher bringen."

Michael Geiger ist Diplom-Physiker und Lehrer. Zur Zeit arbeitet er an einer Promotion unter dem Arbeitstitel "Zivilgesellschaft und naturwissenschaftlicher Unterricht". Zuletzt war von 2013 bis 2015 einer der vier Gründungsvorstände der "Polygenos Kulturräume eG" in Oldenburg.

WERKSTATT WOHNZIMMR EXTRA: Al-Yasha Anderson

Al-Yasha Anderson ist wieder in Oldenburg! Am Wochenende 25./26. März gibt sie - gemeinsam mit Alexander Goretzki - ihren legendären DYNAMIC VOICE WORKSHOP, der in den vergangenen Jahren schon viele Profis & Laien, Jugendliche & Erwachsene, Alte Hasen & junge Hühner, Singer & Songwriter begeistert hat - und am Sonntagabend gibt es ein Konzert in der Reihe WERKSTATT WOHNZIMMER EXTRA - eine Spezialität: für Workshop-Teilnehmende wird dies eine Gelegenheit sein, sich vor Publikum zu präsentieren - im Ensemble oder, nach Absprache mit Al-Yahsa und Alexander, solistisch. Es wird ein grandioses Wochenende und der Sonntagabend wird ein krönender Abschluss! Der Eintritt zur WERKSTATT WOHNZIMMER ist wie immer frei, ein Obolus für die Künstlerin ist erwünscht, Speisen und Getränke dürfen mitgebracht werden, der Ort wird bei Anmeldung bekanntgegeben - wir freuen uns auf einen fulminanten Abend zum Frühlingsbeginn!

Freitag, 10. Februar 2017

WERKSTATT WOHNZIMMER EXTRA - STERN UND STERN STELLEN SICH VOR

Stern und Stern stellen sich vor:

Am Knotenpunkt zwischen Vergangenheit, Hier und Jetzt begeben sich Ronen A. Termerson und Alexander Goretzki alias Stern und Stern auf eine seltsame Reise durch Jüdisches und Aberwitziges, Kalauerndes und Philosophistisches.

Stern und Stern sind ein neues Duo. Es steht für einen Rahmenwechsel - beziehungsweise: Wechselrahmen - von Charakteren, Kulturen und Rollen. Nichts erscheint ihnen so unbequem wie die Enge der Schubladen in ihren eigenen Köpfen.

Ausgehend von der Jüdischen Kultur bewegen sich Stern und Stern des 16. bis 21. Jahrhunderts. Immer Hellwach und zugleich Lebensmüde. Doch nie ohne ein zwinkerndes Auge.

Der Ort des Stelldicheins wird bei Anmeldung auf einschlägigem Wege bekanntgegeben.


Diese Veranstaltung lässt sich auch verstehen als eine Art Bocksgesang (griech. Kommödie*), der einem hochkarätig konzipierten Konzert am 26. Februar vorangestellt ist: Jüdische Musik zwischen Pop und Synagoge gemeinsam mit der Kirchenmusikdirektorin Beate Besser, dem Ohmsteder Vokalensemble, dem Shanty-Chor Oldenburg — und eben Stern und Stern, die hier allerdings ganz seriös unter ihrem bürgerlichen Namen Ronen A. Temerson und Alexander Goretzki in Erscheinung treten werden.
So werden auch am kommenden Freitag nicht nur klingende, tongewordene Lebensbetrachtungen mitten aus dem Wahnsinn des Lebens heraus, nicht nur Skurriles und Autobiographisches zu erleben sein, sondern auch Gesänge, ja, Hymnen aus dem hohen Zusammenhang der Synagoge.
Gebete um Frieden, um Vergebung und für den Staat Israel, Liebeserklärungen an die Landschaft Palästinas stehen dabei in schillernder Eintracht neben Amüserabilien wie dem „Überzieher“ Otto Reutter, dem (sic!) „Triangel“ oder dem „Witz“ Georg Kreislers.
All dies wird - sofern unsere Kalkulation hinhaut - durchströmt von bohrenden Fragen der Gegenwart und Vergangenheit: Der nach der Nation (der israelischen wie auch der deutschen) der Religion, dem Weg zu Gott und Strategien, in einer irrsinnigen Welt nicht durchzudrehen - sondern durchzukommen, und sei es „noch so gerade eben“.




* Die Konnotation mit einem heftig umstrittenen Text des Dramatikers Botho Strauß („Anschwellender Bocksgesang“) von 1993 nehmen wir ganz bewusst in Kauf, auch wenn der Terminus uns jetzt eher absichtslos zugefallen ist. Glauben wir jedenfalls…

mit gut gestimmten Grüßen,
gez. Stern und Stern:
R.A.Termeson und A. Goretzki